Artikel: Die Wirkung des Bleichmittels auf den Zahnschmelz
Die Wirkung des Bleichmittels auf den Zahnschmelz
Das Bleichmittel (meist auf Basis von Wasserstoffperoxid oder Carbamidperoxid) arbeitet durch Oxidation. Das bedeutet:
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Das Gel dringt in den Zahnschmelz und das darunter liegende Dentin ein.
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Dort werden die eingelagerten, dunklen Farbpigmente durch freigesetzten Sauerstoff chemisch verändert (oxidiert) und dadurch farblos.
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Die Struktur des Zahnschmelzes selbst wird dabei nicht zerstört oder aufgelöst.
Was passiert kurzfristig?
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Vorübergehende Entmineralisierung: Unmittelbar nach der Behandlung kann der Zahnschmelz vorübergehend etwas weicher sein und die Zähne können empfindlicher auf Kaltes oder Heißes reagieren. Dies liegt daran, dass dem Schmelz kurzfristig Mineralien entzogen wurden.
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Regeneration: Der Speichel, der natürlicherweise Mineralien (wie Kalzium und Phosphat) enthält, beginnt jedoch sofort mit der Remineralisierung des Schmelzes. In der Regel normalisiert sich die Härte des Zahnschmelzes und die Empfindlichkeit innerhalb weniger Stunden bis Tage vollständig.
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Fluorid-Schutz: Durch die Benutzung eines Fluorid-Gels kann der Mineralisierungsprozess zu beschleunigt werden um den Schmelz zu stärken.
Die Risiken bei unsachgemäßer Anwendung
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Ist der Zahn bereits vorgeschädigt (z. B. durch Karies, undichte Füllungen oder freiliegende Zahnhälse), kann das Bleichmittel ins Zahninnere (Pulpa) gelangen und dort starke Schmerzen oder irreversible Schäden verursachen.
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Die Verwendung von Hausmitteln wie reinem Natron oder Aktivkohle schädigt den Zahnschmelz nicht chemisch, sondern mechanisch durch zu starken Abrieb (Abrasivität).
Am sichersten sind Sie wenn ein Bleaching von einem Zahnarzt oder unter dessen Aufsicht durchgeführt wird.